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3, 2, 1... Geschenke online verkaufen

Wer unliebsame Geschenke oder aussortierte Dinge loswerden will, kann sie verkaufen oder versteigern. Hier finden Sie Tipps für die eigene Auktion.


http://www.radioerft.de/erft/re/1407755/service

Auf den verschiedenen Plattformen lassen sich gerade "fast-neue" Artikel gut verkaufen. Allerdings nicht alles gleich gut. Und gerade Neulinge machen viele vermeidbare Fehler bei der Erstellung des Angebots. Hier gibt es 7 Tipps für Sie, um das Maximum aus Ihren Online-Verkäufen raus zu holen.

Tipp 1: Plattformen vergleichen

Zuerst muss man sich natürlich entscheiden, wo man verkaufen will. Es gibt inzwischen einige spezialisierte Auktions-Plattformen, die etwa nur Konzert-Tickets (z.B. "viagogo" oder "Fansale"), Sammelstücke ("catawiki") oder Sportartikel ("sport-auktion.de") anbieten. Der Vorteil ist: Hier suchen Käufer gezielt nach bestimmten Produkten. Der Nachteil: Als Verkäufer ist die reine Zahl an Interessenten kleiner, als bei den Big Playern. Das ist einmal natürlich Ebay, als Alternative kalaydo oder hood.de. Unser Tipp: Vergleichen Sie, wie oft und zu welchem Preis "Ihr" Produkt auf diesen Plattformen angeboten wird. In den letzten Jahren hat sich außerdem Ebay-Kleinanzeigen als gute Variante entwickelt.

Tipp 2: Welcher Artikel lohnt sich?

Daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert: Manche Artikel verkaufen sich gut, andere sehr schlecht. Besonders gut geeignet für Online-Auktionen (egal welche Plattform) sind Technik-Artikel. Durch die Flut an Angeboten haben die Artikel einen relativ fixen Preis je nach Gebrauchs-Zustand. Diesen Preis bekommt man auch ziemlich sicher. Weniger gut laufen Bücher, oder gebrauchte Kleidung. Und schließlich gibt es auch Artikel, die bei den großen Häusern verboten sind. Dazu zählen zum Beispiel Parfum (um den Handel mit Fälschungen vorzubeugen) oder Konzert-Karten (hier soll der Schwarzmarkt unterbunden werden - deswegen sollten dafür die spezialisierten Anbieter genommen werden).

Tipp 3: Aussagekräftiger Titel

Der Titel der Auktion ist das, was bei der Suche erscheint. Er sollte also möglichst aussagekräftig sein. Hierbei sollten nicht nur das Produkt - zum Beispiel "Samsung Smartphone" - sondern auch direkt das Modell angegeben sein. Also etwa "Samsung Smartphone Galaxy Ace III". Außerdem gut im Titel: Alter des Gegenstandes und Merkmale wie Sonder-Editionen oder Ähnliches. Ansonsten sollte der Artikel so konkret wie möglich sein. Wer nach einem Stuhl sucht, wird auch "Stuhl" in die Suchmaske eingeben und nicht "Sitzgelegenheit". Vermeiden Sie subjektive Beschreibungen wie "super-süßes Kuscheltier", "wunderschöne Kommode" oder "tolle Rarität". Solche Angaben sind im Titel überflüssig und wirken unglaubwürdig.

Tipp 4: Ehrliche Beschreibung

Die Produktbeschreibung selbst sollte dann ausführlich, sachlich, aber nicht zu detailiert sein. Besonders wichtig: Sein sie ehrlich! Hat das Produkt Dellen, Macken oder Schrammen? Dann schreiben Sie das auch in die Beschreibung. Letztlich wird der Käufer das Produkt so oder so in der Hand halten - und so kann man sich später den Ärger sparen. Außerdem wirkt das Eingeständnis von leichten Mängeln glaubwürdiger, als die Standardsätze "top Zustand" oder "praktisch wie neu". Wenn möglich, helfen auch Links zur Produktbeschreibung des Herstellers.

Tipp 5: Fotos selbst machen

Machen Sie die Fotos zum Artikel auf jeden Fall selbst! Erstens wirkt es deutlich authentischer, als wenn Sie Fotos von der Herstellerseite "klauen". Jeder merkt dabei sofort, dass er nicht das orinigal-angebote Produkt sieht und das führt automatisch zu der Frage, was man zu verbergen versucht. Zweitens: Auch rein rechtlich kann das Probleme geben: Urheberrechtsverletzungen sind kein Kavaliersdelikt und es gibt viele Anwaltskanzleien, die sich auf die Abmahnung genau solcher Bilder spezialisiert haben. Ansonsten gilt: Machen Sie so viele Bilder, wie möglich - je nach Plattform darf man zum Beispiel bis zu 12 Bilder zum Produkt hochladen. Zeigen Sie das Produkt aus so vielen Winkeln wie möglich und machen Sie gerne auch Nahaufnahmen von kleinen Schrammen; auch so etwas wirkt authentisch und ehrlich.

Tipp 6: Glaubwürdig wirken

Überhaupt ist es wichtig, dass man für potentielle Verkäufer glaubwürdig wirkt. Das gilt besonders, wenn man eher selten verkauft und deswegen keine 2.500 positive Bewertungen hat. Hier hilft es zum Beispiel, wenn Sie ihre private E-Mail-Adresse, oder besser noch die Handynummer angeben. Das zeigt deutlich, dass Sie sich nicht verstecken wollen. Bei unbefristeten Announcen über Kalaydo oder Ebay-Kleinanzeigen lohnt es sich auch, unverbindliche Besichtigungstermine anzubieten oder Sätze wie "Übergabe und Bezahlung gerne persönlich" dazu zu schreiben.

Tipp 7: Der richtige Preis

Der richtige Startpreis ist eine Wissenschaft für sich. Hier gilt bei klassischen Aktionen unter Experten die Faustformel: je niedriger desto besser. Es spricht nichts dagegen, einen Artikel, der häufiger zu einem hohen Preis verkauft wird, mit 1 € zu starten. So landet der Artikel schnell auf vielen Beobachtungslisten und wird später ohnehin deutlich höher gehen. Diese Praxis birgt aber auch ein gewisses Risiko und sollte nicht angewendet werden, wenn der Artikel ein Unikat ist, oder selten bis nie auf einer Plattform gehandelt wird. In diesem Fall sollte das Startgebot auch der Mindestpreis sein, den Sie haben wollen. Bei unbefristeten Kleinanzeigen hat es sich eingebürgert, dass Preise auf Verhandlungsbasis angegeben werden. Hier sollten Sie damit rechnen, dass der letztendliche Kaufpreis 10 bis 20 Prozent unter dem VB-Preis liegen wird. Das sollten Sie also von vornherein bei der Preisgestaltung mit einbeziehen. (cgk)


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