Programm

Serie Fitness-Check

Wir haben eine Woche lang verschiedene Fitness-Trends getestet.


http://www.radioerft.de/erft/re/1413020/programm

Christian Giese-Kessler aus dem Radio Erft Morgenteam hat sich durch die Vereine und Fitness-Studios des Rhein-Erft-Kreises gequält. Seine Aufgabe: Finde einen Sport, der "nachhaltig" ist - den wir auch nach nem Monat oder nem halben Jahr, oder noch länger noch weiter machen. Sprich: Den wir vielleicht wirklich mal durchziehen. Die Ausgangslage: Christian ist blutiger Anfänger; unsportlich, aber motiviert. Und das sollte doch reichen, irgendwas Vernünftiges zu finden. Oder doch nicht? Hier gibt es in dieser Woche jeden Tag einen neuen Test von ihm. Natürlich inklusiver Anfänger-Tauglichkeits-Test.

 

 

Tag 5: Power-Plate

Dem Namen entsprechend stellt man sich bei der "Power Plate" auf eine Runde Platte. Und macht da Halte-Übungen, wie Kniebeugen, Ausfallschritte usw. - Die Platte vibriert dabei stark und erhöht dadurch die Intensität gewaltig.

Wird wo angeboten?

In vereinzelten Sport-Studios, wie zum Beispiel das "Sports & Motion" in Erftstadt. Power Plates gehören nicht unbedingt zur Grund-Ausrüstung eines Studios, deswegen sollten Sie bei Interesse extra danach fragen

Zeitaufwand?

Je nach Fitness-Stand um die 30 Minuten pro Einheit.

Anfängerfreundlich?

Bedingt. Die Vibrationsstärke beeinflusst direkt die Intensität des Trainings und kann individuell eingestellt werden. Das macht es für Anfänger einfacher; trotzdem ist ein Power Plate Workout ziemlich anstrengend. Und sollte bei kompletten Neu- oder Wiederanfängern nur kurz durchgeführt werden.

Eignet sich für?

Leute, denen das gewöhnöliche Muskel-Training an den Geräten etwas langweilig wird. Die Power Plate ersetzt zwar das Muskel-Workout nicht ganz, kann aber im Wechsel angewendet werden.

Eignet sich NICHT für?

Leute mit besonderen Gelenk-Beschwerden. Zwar können die Übungen grundsätzlich gelenkschonend ausgerichtet werden. Trotzdem bleibt eine gewisse Grundbelastung. Außerdem gibt es einen kleinen Prozentsatz, der bei den Vibrationen Kopfschmerzen bekommt. Das muss jeder für sich selbst testen.

Fazit von Christian:

"Die Power Plate hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Spannend zu sehen, wie an sich ganz einfache Übungen durch die Vibrationen verschärft werden. Anstrengend, ja! Aber nicht ermüdent. Zusätzlicher Bonus: Nach dem Workout kann man die Platte noch als Massage-Platte für die ausgepowerten Muskeln benutzen und Arme, Beine und Rücken wieder etwas auflockern."

 

Tag 4: Aqua-Fit

Lange Zeit war Aqua-Fit als eine Art Senioren-Beschäftigungstherapie abgestempelt. Diese Zeiten sind längst vorbei. Moderne Aqua-Fit-Kurse sind eine ernst zu nehmende Workout-Konkurrenz.

Wird wo angeboten?

Naturgemäß natürlich nur da, wo auch ein Schwimmbecken ist. In vielen Vereinen, mit größerem Kursangebot gibt es solche Becken. Das Gleiche gilt für größere Fitness-Studios und auch viele Bäder bieten vergleichbare Kurse an.

Zeitaufwand?

Je nach Kurs zwischen 30 und 60 Minuten pro Woche.

Anfängerfreundlich?

Ja. Die Intensität kann sehr individuell angepasst werden. Gerade als Einstieg für langjährige Nicht-Sportler ist Aqua-Fit bestens geeignet.

Eignet sich für?

Neueinsteiger sowieso. Dadurch, dass man im Wasser einen Großteil seines Gewichts verliert, können zum Beispiel auch sehr übergewichtige Menschen Aqua-Fit trainieren, die sonst Probleme haben. Das Gleiche gilt für Reha-Patienten mit Gelenk- und/oder Muskelproblemen.

Eignet sich NICHT für?

Fortgeschrittene. Obwohl die Intensität höher ist, als man glauben sollte, gibt es natürlich deutlich intensivere Trainings. Wer an sich schon sehr durchtrainiert ist, dem bringt Aqua-Fit höchstens noch was als Ergänzung oder Abwechslung.

Fazit von Christian:

"Ich war tatsächlich überrascht, wie modern Aqua-Fit geworden ist. Das hat nichts mehr vom "Rentner-Schwimmen". Das Training hat seinen Reiz darin, dass man selbst bei den allerersten Einheiten körperlich nicht überfordert wird. Einziger Nachteil ist, dass man - anders als bei vielen anderen Trainings - wirklich auf das Schwimmbad angewiesen ist, weil die Übungen außerhalb des Beckens keinen Sinn machen."

 

Tag 3: EMS 
Die "Elektro-Myo-Stimulation ist eine sehr spezielle Trainingsart. Über einen Ganz-Körper-Anzug werden niederfrequente Stromstöße abgegeben, die zu Muskel-Kontraktionen führen. Nur wenn man die Muskeln anspannt, kriegt man keinen Krampf. Mit dieser Grundvoraussettzungen werden dann zum Beispiel Kniebeugen und ähnliche Übungen gemacht.

Wird wo angeboten? 

Aktuell nur bei "Körper formen" - das Franchise hat in fast allen Städten im Rhein-Erft-Kreis eine Filliale.

Zeitaufwand?

Zwanzig Minuten pro Woche

Anfängerfreundlich? 

Ja. Das Training ist zwar sehr intensiv, aber sowohl die Stromstärke, als auch die Intensität der Übungen lassen sich individuell anpassen

Eignet sich für?

Leute, die eigentlich keine Zeit für Sport haben. In gerade mal 20 Minuten bekommt man ein intensives Ganz-Körper-Workout. Erst für weit Fortgeschrittene wird irgendwann eine zweite Einheit pro Woche nötig, um weiter zu kommen. Außerdem eignet sich EMS sehr gut als Reha-Maßnahme für erste Einheiten nach einer Verletzung.

Eignet sich NICHT für?

Sparfüchse. EMS ist mit rund 100 Euro pro Monat verhältnismäßig sehr teuer. Außerdem können bestimmte Herz-Kreis-Lauf-Störungen dagegen sprechen. Vor der ersten Einheit wird aber ein Fragen-Katalog abgearbeitet. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte vorher mit dem hausarzt sprechen.

Fazit von Christian:

"Ich bin sehr zwiegespalten. Einerseits hat mir die Einheit echt Spaß gemacht. Mal was ganz anderes. Und es ist wirklich ein irres Gefühl, wie man im wahrsten Sinne des Wortes "gegen den Strom" arbeiten muss. Aber genau das löst auch ganz schön Stress aus. Wenn der Impuls kommt, MUSS man die Muskeln anspannen, weil man sonst krampft. Sowas mus man mögen. Wegen der doch sehr hohen Kosten, würde ich es vor allem als Einstiegs-Sport empfehlen, weil der Zeitaufwand natürlich unschlagbar niedrig ist. Ob man sich das über einen längeren Zeitraum - Monat für Monat - leisten will... muss jeder für sich selbst entscheiden. "

 

Tag 2: Cybercrossing

Cybercrossing ist im Prinzip ein Crosstrainer. Plus ein virtueller Personal Couch, der immer wieder animiert und praktisch durch ein komplettes Training führt.

Wird wo angeboten? 

Mit diesem speziellen Personal Trainer vor allem in Fitness-Studios. Sehr verbreitet ist dieses Training aber noch nicht. Sie sollten also bei Interesse speziell danach fragen.

Zeitaufwand?

Eine halbe Stunde pro Trainingseinheit.

Anfängerfreundlich? 

Ja. Wie bei den meisten Ausdauer-Trainings kann man das Pensum selbst bestimmen. Der virtuelle Trainer gibt nur ein Tempo vor; die Belastung kann man individuell einstellen.

Eignet sich für?

Für Jeden, dem beim normalen Crosstrainer oder auf dem Rad schnell langweilig wird und der die Playlist auf dem MP3-Player auch längst auswendig kennt. Der virtuelle Trainer macht das Crosstraining deutlich abwechslungsreicher und kurzweiliger.

Eignet sich NICHT für?

Hier gilt das Gleiche, wie für "normale" Crosstrainer. Im Prinzip gibt es keine Risiko-Gruppen. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten aber das Pensum mit einem Arzt und/oder Mitarbeiter des Studios abklären.

Fazit von Christian:

"Ich find das super! Bei den wenigen Malen, die ich wirklich im Studio war, musste ich mich auf dem Crosstrainer immer quälen. Nicht unbedingt körperlich, sondern weil es einfach so unfassbar langweilig ist. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass das Cybercrossing nur der eine Teil des Trainings ist - dazu kommt in der Regel noch ein Muskeltraining. Gerade für diesen Kardio-Teil ist das aber ein super Ansatz, der sich hoffentlich etwas flächendeckender rumspricht."

 

Tag 1: Bauch-Beine-Po

Ja, Bauch-Beine-Po! Warum sollen das auch nur Frauen machen? Das Ganz-Körper-Workout taugt auch hervoragend, um jeden Mann in Form zu bringen.

Wird wo angeboten? 

Praktisch in jedem Fitness-Center und in jedem größeren Verein mit eigenem Kursprogramm.

Zeitaufwand?

Eine Stunde pro Woche, inklusive aufwärmen.

Anfängerfreundlich? 

Bedingt. Es gibt durchaus Übungen, die sich sehr gut für komplett unsportliche Neu-Einsteiger eignen... ob diese auch auf dem Programm stehen, kommt auf den Kurs an. Die meisten Studios und Vereine haben wöchentlich mehrere Kurse mit unterschiedlicher Schwierigkeit an.

Eignet sich für?

Anfänger und Halb-Anfänger, wenn man sich den richtigen Kurs rausholt. Vor allem, wer noch nicht genau weiß, welcher Sport eigentlich der richtige ist, und welche Zonen bei einem selbst die Problemzonen sind, ist hervorragend aufgehoben.

Eignet sich NICHT für?

Menschen mit größeren Gelenk-Problemen. Auch hier gilt: Es gibt zwar Übungen, die besonders gelenkschonend sind, in aller Regel stehen aber auch Übungen auf dem Programm, die es nicht sind. Wer sich unsicher ist, sollte das vorher mit seinem Arzt abklären.

Fazit von Christian:

"Klar; als Mann muss ich mich erstmal überwinden... es gibt nicht nur Frauen in den Kursen, aber FAST nur. Aber wenn Mann mal über den eigenen Schatten gesprungen ist, kriegt man ein gutes, anfängertaugliches Work-Out... obwohl meine Oberschenkel nachher ganz schön gebrannt haben. Vorteil für mich: Durch die Kursstruktur mit Trainer kann ich nicht schummeln und muss die Übungen wohl oder übel durchziehen. Defintiv keine Hausfrauen-Pseudo-Sport-Veranstaltung."


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