Service

DVB-T2 Die Alternativen

Ab dem 29. März ist endgültig Schluss mit DVB-T1. Danach brauchen Sie nicht nur neue Hardware, sondern müssen auch monatlich draufzahlen. Aber: Es gibt Alternativen.


http://www.radioerft.de/erft/re/1422499/service

An sich ist der Signalwechsel von DVB-T1 auf DVB-T2 eine gute Sache. Immerhin können mit dem neuen Standard alle Sender in hochauflösendem HD empfangen werden. Kostenlos bleibt der Empfang aber nur für die öffentlichen-rechtlichen Sender. Die Privatsender gibt's im Abo für 69 Euro im Jahr. Besonders ärgerlich: Die meisten haben DVB-T bislang als praktische Variante für den Zweit- oder Drittfernseher genutzt, weil keine extra Kabel durch die Wohnung gezogen werden müssen und weil es eben kostenlos war. Da dieser Vorteil jetzt wegfällt, suchen viele nach Alternativen für Ihre Zweit- und Drittfernseher. Dabei kommt es vor allem darauf an, was Sie brauchen.

Alternative 1: Digital-Sat

Der Klassiker. Schüssel aufs Dach, ausrichten, Receiver anschließen und fertig ist der Anschluss. In SD können alle Sender, inklusive Privatsender, kostenlos empfangen werden. Wer in HD schauen will, muss allerdings doch wieder drauf zahlen. Um die 60 Euro kostet die HD+-Karte pro Jahr und PRO Fernseh-Gerät.

Vorteil: Die einzige Variante, die - zumindest in SD - ohne monatliche Zusatzkosten daher kommt. Wem das schlechtere Format für den Zweitfernseher reicht, zahlt einmalig für Schüssel plus Receiver um die 200-250 Euro und muss sich keine Sorgen mehr machen.

Nachteil: Oft nix für Mietwohnungen. Viele Vermieter wollen die Schüsseln nicht an ihren Häusern haben; oft sind die Anlagen schon im Mietvertrag ausdrücklich verboten. Außerdem Wetter-anfällig: Gewitter- und Unwetter-Fronten sorgen für Störungen bis hin zum Komplettausfall.

Alternative 2: Kabel digital

Kommt natürlich drauf an, ob das Haus überhaupt einen ensprechenden Kabelanschluss hat; aber wenn ja braucht es für den Empfang nur einen extra Receiver... und einen ensprechenden Vertrag.

Vorteil: Stabile Qualität, individuell zubuchbare Senderlisten.

Nachteil: Separat sehr teuer; je nach Anbieter liegen die Kosten bei 15 bis 20 Euro pro Monat. Deutlich günstiger ist es im sogenannten "3Play" - also wenn man Kabel zusammen mit Telefon und Internet im Bündel bucht. Hier gelten dann aber die gleichen Vertragslaufzeiten von typischerweise zwei Jahren. Wer ohnehin gerade einen Anbieterwechsel vor der Brust hat, sollte diese Alternative auf dem Schirm haben. Wer noch in anderen längeren Internet-Telefon-Verträgen steckt, für den ist es eher keine Alternative.

Alternative 3: IP-TV

Viele Anbieter wie Telekom oder Vodafone bieten inzwischen eigene TV-Angebote über die Internetleitung an.

Vorteil: Die Zusatzkosten sind mit 4,99 € bis 9,99 € verhältnismäßig günstig. Außerdem lassen sich individuelle Senderpakete bis hin zu Pay-TV-Sendern dazu buchen.

Nachteil: Im Prinzip die gleichen, wie bei "Kabel digital". Die IP-TV Angebote gibt es nur in Verbindung mit einem kompletten Internet- und/oder Telefon-Vertrag mit den üblichen Laufzeiten. Als Alternative fürs Zweit- oder Drittgerät deswegen auch hier nur dann sinnvoll, wenn gerade eh ein Wechsel ansteht.

Alternative 4: Online TV

Wer einen internet-fähigen Fernseher hat, kann auch direkt über die WLAN-Verbindung fernsehen. Voraussetzung ist eine entsprechende App: Die größten Anbieter sind hier "Zattoo" und "Magine TV". Die Preise starten bei fünf Euro monatlich für Standard-Pakete; wer über die normalen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender hinaus weitere Inhalte haben will, oder in 4K-Auflösung schauen will, zahlt deutlich mehr.

Vorteil: Kein Kabel, keine Antenne, keine Schüssel und kein Receiver notwendig. In aller Regel kann man nicht nur übers TV, sondern auch über Handy, Tablet oder Laptop schauen. Außerdem sind die meisten Angebote monatlich kündbar.

Nachteil: Der Markt steckt bei uns noch in den Kinderschuhen. Die Angebots-Struktur (welche Sender? Welche in HD? Oder 4K? Wie viele Geräte? Wie viele Geräte gleichzeitig?) ist oft sehr unübersichtlich. Und im Moment ist auch noch nicht wirklich absehbar, welche Anbieter sich mit welchen Angeboten langfristig auf dem Markt halten können. (cgk)


Schließen
Drucken

Weitere Artikel

  • DSGVO: Das sollten Sie wissen!

    Am Freitag wird die Datenschutzgrundverordnung der EU auch bei uns in Deutschland wirksam. Hier die wichtigsten Fragen im Überblick, beantwortet von IT-Rechtler Christian Solmecke.

  • Verkehr: Staufrei in den Urlaub

    Zum ersten Mal seit 50 Jahren haben wir wieder eine ganze Woche Pfingstferien. Dementsprechend voll wird es auf unseren Straßen. Hier findet ihr alle Staustrecken, die ihr besser meidet und die besten Zeiten zum Losfahren....

  • Karte: Freibäder und Seen

    Mit dem Mai startet auch die Badesaison! Wir haben für Euch eine Übersicht über alle Freibäder und Seen mit ihren Öffnungszeiten im Rhein-Erft-Kreis!

  • Sommergetränk: Top-Rezept

    "Infused-Water"-Drinks liegen im Trend. Die Herstellung ist einfach: Man nehme frisches Obst und übergieße das mit Wasser. Ist sehr erfrischend - und vor allem: gesund!

  • Cool: Must-Haves im Sommer

    Man kann in den See oder ins Freibad springen, man kann sich aber auch cooler erfrischen und abkühlen, zum Beispiel mit coolen Sommer-Must-Haves.

  • A3/A4/A59: Behinderungen

    Auf dem südlichen Kölner Autobahnring und einigen Zulaufstrecken finden in den nächsten Wochen unter Voll- oder Teilsperrung mehrere Baumaßnahmen von Straßen.NRW statt, die zu Einschränkungen für den Verkehr führen.

  • Aktion: "Heimat-Essen"

    Der Naturpark Rheinland bietet von April bis Oktober kostenlose Kochkurse für Flüchtlinge und alle Menschen an, die schon länger an Rhein und Erft leben an. Zusammen einkaufen, kochen und sich kennen lernen steht dabei im Mittelpunkt!

  • Bücherschränke: Billig lesen

    Öffnen und rausnehmen...oder reinstellen. Zwischen Bergheim und Hürth gibt es jede Menge Bücherschränke, die für jeden Geschmack etwas im Angebot haben.

  • Recht: 3 Jahre Mietpreisbremse

    Am 5. März 2015 hat der Bundestag die Mietpreisbremse beschlossen. Bei uns in Nordrhein-Westfalen trat sie im darauf folgenden Juni in Kraft.

  • Berufswahl: Bildungswege-Navigator

    Im Rhein-Erft-Kreis sollen Jugendliche noch leichter den Übergang von der Schule zum Beruf schaffen. Ab sofort können sie sich mit Hilfe des Bildungswege-Navigators über ihre Möglichkeiten informieren.

  • Gesetz: Das ändert sich 2018

    Mehr Geld für Eltern, aber auch mehr Kosten beim Autokauf. Das neue Jahr bringt neben vielen guten Vorsätzen auch immer ein paar Änderungen im Gesetz mit sich. Hier sind die wichtigsten im Überblick.

  • Kerpen: Online-Stadtarchiv

    In Kerpen können Hobby-Historiker jetzt leichter im Stadtarchiv recherchieren. Unter dem Namen "Mein Stadtarchiv" gibt es ab sofort ein Online-Portal. Alle Interessierten können sich mit einem Klick über das bislang digitalisierte Material informieren.

  • Pulheim: Jahresprogramm 2018 Abtei Brauweiler

    Wie hört sich eigentlich ein Xylophon aus Karotten an? Oder ne Paprikatrommel? Finden Sie es heraus, bei einem der Konzerte der Classic Nights 2018!

  • Geschichte: Was hat mein Haus erlebt?

    Von den Schlössern und Burgen im Rhein-Erft-Kreis kennen wir meistens die Geschichte und die Geschichten. Aber es gibt auch jede Menge alte Wohnhäuser, die in ihrem "Leben" spannendes erlebt haben.

  • Fußball-Nachwuchs: Zu wenig Trainer

    Viele Kinder und Jugendliche wollen Fußballspielen. Aber nicht in allen Vereinen ist das möglich, weil die Trainer fehlen. Ein Problem, das viele Vereine im Rhein-Erft Kreis betrifft. Einer dieser Vereine ist der 1. FC Quadrath-Ichendorf in Bergheim.

  • Termine: Veranstaltungstipps

    Hier finden Sie aktuelle Tipps und Termine von Rhein und Erft.

  • Alte Smartphones: Umfunktionieren

    Laut einer Studie liegen rund 100 Millionen ausrangierte Mobiltelefone in Deutschlands Schubladen. Wir zeigen Ihnen, was Sie mit den alten Smartphones machen können - vom Staubfänger zum praktischen Helfer:

  • Immer wieder Montag: Tipps & Tricks für eine entspannte Woche

    Schon wieder Montag. So ein Sch%&!**! Damit die Woche trotzdem gut startet, haben wir hier ein paar Tipps für Sie:

  • Fahrtraining: Und jetzt einschlagen...

    Um Unfälle, Staus und Parkrempler zu vermeiden, bekommen neue Paketzusteller bei DHL unter anderem in Frechen seit kurzem ein Sicherheitstraining. Über 400 sind bis jetzt bei den Seminaren unter anderem in Frechen dabei gewesen.

  • Gas: Umstellung von L-Gas auf H-Gas

    Vielen Gasthermen und Gasheizkesseln im Rhein-Erft-Kreis geht es an den Kragen. Ab 2019 fließt in Deutschland eine neue Gas-Art durch unsere Leitungen. Das bedeutet die Geräte in unseren Haushalten müssen angepasst werden.


Hier finden Sie aktuelle Tipps und Termine von Rhein und Erft.

Stauschild

Melde uns Staus und Blitzer!
Hotline: 0800 - 0000 669

Wetter

Die ausführliche Wettervorhersage für den Rhein-Erft-Kreis und NRW.

Marktplatz

Anzeigen-Suche

powered by Marktplatz

Kategorie:

Anzeigen-Aufgabe

Erstelle in drei einfachen Schritten Deine Online-Anzeige.

Alle Buchtipps finden Sie hier noch einmal zum Nachhören.

Liebe, Karriere, Gesundheit. Wie hell funkeln die Sterne für Sie am Himmel? Ihr persönliches Horoskop jeden Tag aktuell.

Buchen Sie jetzt Ihre Radiospots bei den Spitzenreitern der Region! Alle Informationen finden Sie hier.

Anzeige
Zur Startseite