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Körper Verblüffende Superkräfte

Es müssen ja nicht immer Röntgenblicke, Adamtium-Klauen oder hulk-mäßige Superkräfte sein. Unser Körper hat auch so einige krasse Tricks auf Lager. Hier gibt's ein Best-of.


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Okay, zugegeben: Einige dieser Superkräfte sind praktisch. Andere sind... eher weniger praktisch. Manche sind auch einfach nur skurril und für sich genommen irgendwie überflüssig. Ändert aber nichts daran, dass sie wirklich verblüffend sind. Einige davon lassen sich sogar ganz einfach testen und auf die Probe stellen. Probieren Sie es gerne selbst aus.

Heißes und kaltes Wasser

Wir sind in der Lage einen kleinen, aber feinen Unterschied zu hören. Nämlich ob Wasser, das in ein Glas gegossen wird, heiß oder kalt wird. Das liegt daran, dass warmes Wasser etwas dumpfer klingt; was wiederum damit zu tun hat, dass jede Flüssigkeit imer "flüssiger wird" je wärmer sie wird (leichter zu verstehen am Beispiel Honig). Warum wir in der Lage sind, diese Nuance zu hören, hat wahrscheinlich evolutionäre Gründe. Wirklich praktisch ist diese superkraft heutzutage nicht mehr.

Automatisches Standbild

Unser Gehirn gaukelt uns viele schnelle Bewegungen vor. Eigentlich dürften wir nur eine Abfolge von Einzelbildern sehen, den Rest erfindet das Hirn dazu. Nicht nur bei Dingen, die sich schnell bewegen, vor allem auch wenn wir uns schnell bewegen. Wenn wir den Kopf schnell hin und her schütteln, dann müssten wir eigentlich nur verschwommene Schlieren sehen, ähnlich wie auf einem verzerrten Foto. Dass das nicht so ist, liegt daran, dass unser Gehirn quasi ein Standbild macht, wenn wir den Kopf schütteln. Und nur so tut, als würde es sich bewegen. Das lässt sich sehr lustig testen: Gehen Sie nah an eine Uhr mit Sekundenzeiger heran, schütteln Sie den Kopf und behalten den Sekundenzeiger im Blick: Er bewegt sich nicht. Erst wenn wir aufhören zu schütteln, macht er einen Sprung.

Superschild für die Ohren

Wenn wir laut schreien oder rufen, dämpft unser Gehirn unser Gehör. Das ist auch gut so; immerhin kann die Stimme in der Spitze sehr laut werden und die Tonquelle - also der Mund - liegt sehr nah am Ohr. Je lauter wir sprechen, desto mehr dämpft unser Gehirn unsere Wahrnehmung. Den Effekt kann man praktisch im Alltag nutzen. Bei einem lauten Geräusch von außen (Güterzug, Babykrischen, Rock-Konzert) einfach laut rufen oder schreien. Das senkt den Gesamt-Geräusch-Pegel.

Selbstheilung

An sich findet in unserem Körper jeden Tag ein Massensterben statt. Täglich sterben bis zu 70 Milliarden Zellen ab und bilden sich neu. Rein statistisch gesehen, könnte man aus den gesamten neuen Zellen alle 7-10 Jahre einen komplett neuen Körper formen. Etwas ekliger Rand-Aspekt: Pro Jahr produzieren wir etwa 2 Kilogramm Haut. Die "alte" Haut streifen wir aber nicht wie die Reptilien ab, sondern... naja... die sammelt sich als Hausstaub zum Beispiel untern Sofa.

Temporäre Taubheit

Neuro-Forscher des University Collage of London haben herausgefunden, dass wir mehrmals am Tag faktisch taub sind. Das Gehirn ist in der Lage alle Nebengeräusche praktisch auf null runter zu regeln, wenn es drauf ankommt. Zum Beispiel wenn es besondern komplizierte Aufgaben zu tun hat: Von schwierigen Mathe-Aufgaben bei einem wichtigen Test bis hin zum Sudoku-Rätsel in der Bahn.

Geruch: Ein Erinnerungsmonster

Unser Geruchsinn ist theoretisch in der Lage, zwischen rund 14 Trillionen verschiedenen Gerüchen zu unterscheiden. Und trotzdem können wir uns an ganz spezielle Gerüche noch nach Jahrzehnten erinnern. Selbst tiefste Erinnerungen, die wir seit Ewigkeiten wieder abrufen, sind praktisch sofort wieder da, wenn wir den speziellen Geruch wahrnehmen. Es gibt keinen Sinn, der so direkt mit den Erinnerungen verbunden ist. Besonders ausgeprägt ist dieses Phänomen bis zum zehnten Lebensjahr. Testen Sie es gerne selbst und riechen mal bewusst an Buntstiften oder an Kreide.

Taub durch Augenpusten

Okay. Das ist wirklich keine Superkraft, sondern eher eine Fehlfunktion. Aber es ist einfach sehr lustig. Wenn Ihnen jemand in die Augen pustet, können Sie deutlich schlechter hören. Wieso? Nun, um sich vor besonders lauten Geräuschen zu schützen, spannt sich das Trommelfell regelmäßig an, um mehr Schallwellen zu reflektieren. Diesen Reflex kann man auch auslösen, indem man in die Augen pustet. Das löst eine Schreckreaktion im Körper aus, was eben auch zu der Anspannung des Trommelfells führt. (cgk)


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