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Rudel Radeln Speed-Pedelec im Test

Sie sind die neuste Entwicklungsstufe des Pedelec: Die S-Pedelecs. Mit elektrischer Unterstützung kommt man auf bis zu 45 Km/h.


http://www.radioerft.de/erft/re/1434947/service

"Normale" Pedelecs haben eine Drosselung auf 25 Km/h. Das Speed-Pedelec ist also fast doppelt so schnell. Und auch die Beschleunigung ist deutlich sportlicher, als bei den normalen Geräten. Unser Radio Erft Rudel-Radel-Reporter Christian Giese-Kessler hat ein S-Pedelec von "Bike und Sport" in Kerpen-Balkhausen getestet. Was können die Bikes? Was können Sie nicht? Und für wen sind Sie geeignet? Unter dem Text finden Sie einen Ausschnitt aus der Testfahrt im Video.

Pedelec vs. E-Bike

Als erstes sollte sich jeder klar machen, was ein Pedelec eigentlich ist. Anders, als bei den meisten E-Bikes passiert beim Pedelec nichts, wenn man nicht selber in die Pedale tritt. Das Rad fährt also nicht von selbst, sondern verstärkt die Muskelkraft. Grundsätzlich sind Pedelecs also auch nur für Leute geeignet, die wirklich Rad fahren wollen. Wer auch mal ganz ohne Anstrengung fahren will, ist mit einem E-Bike oder Mofa-Roller besser aufgehoben.

Satte Leistung

Das S-Pedelec bringt etwa das fünffache der normalen Leistung auf die Straße. Und das spürt man auch. Zweimal in die Pedale getreten, schon kommt der Extra-Schub. Daran muss man sich gewöhnen. Nach gerade mal 20 Metern hat man so etwa 25 Km/h auf dem Tacho. Spätestens nach 50 Metern ist man auf Maximal-Geschwindigkeit... dafür muss man aber schon ordentlich in die Pedale treten. "Gemütlich" und ohne größere Anstrengung kommt man auf etwa Tempo 30.

Sicherheit

Der Extra-Schub ist gewöhnungsbedürftig, aber lässt sich kinderleicht kontrollieren. Sobald die Pedale nicht mehr bewegt werden oder man die Bremse berührt, schaltet der Motor sofort ab. Man hat also beim Abbremsen vor einer Kurve oder Ampel nicht das Gefühl, dass man trotzdem noch "vorwärts gedrückt" wird. Außerdem sind die Bremsen von den S-Pedelecs auf das höhere Tempo angepasst und greifen deutlich stärker, als normale Fahrrad-Bremsen.

Rechtliches

Da das S-Pedelec eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreicht, als ein normales Pedelec oder ein E-Bike, gelten auch ganz andere rechtliche Vorschriften; eher vergleichbar mit denen des Mofas. So besteht absolute Helmpflicht! Außerdem braucht man mindestens einen Rückspiegel und - genau wie beim Mofa - ein Versicherungsnummernschild. Außerdem darf man nicht auf Radwegen fahren, auf denen speziell die Nutzung von Mofas verboten ist.

Preis-Leistung

Die S-Pedelecs sind im Schnitt ein gutes Stück teurer, als normale Pedelecs. Die Preise variieren, rechnen Sie aber damit, dass Sie für ein S-Pedelec locker 1.000 bis 1.500 Euro mehr auf den Tisch legen müssen. Dafür bekommen Sie aber eben auch fast das Doppelte an Geschwindigkeit und mehr Leistung.

Geeignet für: Pendler + Rad-Urlauber

Die hohe Geschwindigkeit ist natürlich attraktiv für Berufspendler, die regelmäßig 10, 20 oder mehr Kilometer mit dem Rad fahren. Für solche waren die bisherigen Pedelecs eigentlich sinnlos, weil Sie auch ohne Unterstützung auf Tempo 25 gekommen sind. Mit einem S-Pedelec wird der Weg zur Arbeit natürlich deutlich schneller absolviert. Eine zweite Zielgruppe sind passionierte Rad-Urlauber, denen es weniger um den sportlichen Aspekt geht, sondern um Landschaft und Sehenswürdigkeiten. Mit dem S-Pedelec können auch größere Distanzen zwischen zwei Stopps einfach mal "runter geradelt" werden.

Ungeeignet für: Familien-Radler

Ungeeignet sind die S-Pedelecs für Radler, die vor allem Familien-Touren und hier und da mal eine kleinere Strecke fahren wollen. Dafür sind die Speed-Varianten eigentlich zu schnell und auch nicht darauf ausgelegt. Wer hier Motor-Unterstützung will, ist in aller Regel mit der günstigeren Standard-Variante völlig ausreichend versorgt. (cgk)



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