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Raub Pink Panther vor Gericht

Am Kölner Landgericht herrschen am Dienstag besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen. Dort ist am Vormittag der Strafprozess wegen schweren Raubes gegen drei mutmaßliche Mitglieder der sogenannten "Pink Panther" gestartet.


Am Landgericht wurden für das Verfahren die Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren. Jeder, der zur Anklageverlesung wollte, wurde von Justizwachtmeistern durchsucht. Die Angeklagten wurden per Hubschrauber eingeflogen und von schwer bewaffneten Polizisten zum Gerichtsgebäude gefahren. Wegen der verschärften Kontrollen konnte der Prozess nur mit 45-minütiger Verspätung beginnen.

Die drei Angeklagten Männer aus Osteuropa gelten als besonders gefährlich. Bei ihrer Festnahme wurden schwere Waffen gefunden.

Der Hauptangeklagte, ein in Köln lebender, 38 Jahre alter Bosnier, wurde außerdem vor rund vier Jahren aus einem Schweizer Gefängnis befreit. Dabei durchbrachen seine Helfer die Mauer der Haftanstalt und bedrohten die Justizbeamten mit schweren Waffen.

Die "Pink Panther Gang" wird von Interpol für über 200 Raubüberfälle in Europa, Asien und Amerika verantwortlich gemacht. Die jetzt angeklagten Männer sind wohl nur ein kleiner Teil dieser Bande. Vor dem Kölner Landgericht geht es konkret um den Überfall auf einen Werttransport in Esslingen. Dabei seien Schmuck und Edelmetalle im Wert von rund 600.000 Euro erbeutet worden. Spezialeinheiten konnten die Männer schließlich festnehmen.

Ihnen wird in Köln der Prozess gemacht, weil sie eine Wohnung in Ehrenfeld auf der Venloer Strasse für die Planung und Durchführung ihrer Taten genutzt haben sollen.

- Nachricht vom 12.09.2017, FWA/PAU - 


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