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Verbraucherzentrale Vorsicht Abzocke

Die beiden Verbraucherzentralen im Rhein-Erft-Kreis warnen vor Abzocke von unseriösen Schlüsselnotdiensten. Allein im letzten Jahr haben sich deshalb rund 1.800 Betroffene an die Beratungsstellen in Bergheim und Brühl gewandt.


Das geht aus dem Jahresbericht 2017 der beiden Verbraucherzentralen hervor.

Das Hauptproblem dabei: Die Schlüsseldienste setzen die Verbraucher bei dem Einsatz vor Ort solange unter Druck, bis sie die Wucherpreise sofort zahlen.

Das müssen sie aber nicht, sagt der Leiter der Beratungsstelle Brühl, Rüdiger Waldschmidt. Nach seinen Angaben haben die Kunden einen Anspruch auf eine Rechnung.

Wenn die kommt und in Ordnung ist, sollten die Kunden zahlen, sonst nicht.

Um Abzocke-Fälle zu verhindern, raten die Verbraucherzentralen, sich schon im Vorfeld einen guten Schlüsseldienst zu suchen, um nicht auf einen Notdienst angewiesen zu sein.

Weitere Themen 2017 waren die Abzocke durch Telefon- und Internetanbieter und massive Preistreiberei von Inkasso-Unternehmen.

Insgesamt haben sich die beiden Beratungsstellen in Brühl und Bergheim im vergangenen Jahr um fast 9.000 Verbraucherprobleme gekümmert.

In diesem Jahr stehen bei den Verbraucherschützern nach eigenen Angaben Fragen zur neuen EU-Datenschutzverordnung im Vordergrund.

Die Beratungsstellen empfehlen, das neue Auskunftsrecht zu nutzen und bei Unternehmen anzufragen, welche persönlichen Informationen sie gespeichert haben.

Dadurch können beispielsweise falsche Schufa-Eintragungen vermieden oder korrigiert werden.

- Nachricht vom 13.06.2018, JUL / HHe -


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