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Hacker lebte zwei Jahrzehnte von Sicherheitslücken in Online-Games

Der eine muss für seinen Lebensunterhalt hart arbeiten, der andere kommt über die Runden mit Hilfe technischer Fähigkeiten und viel Einfallsreichtum - darunter auch ein Hacker namens "Manfred": Seine Geschichte erzählte der Hacker, der nach eigenen Aussagen zwei Jahrzehnte von den Lücken in Online-Games gelebt hat, nun dem "Vice"-Tech-Magazin "Motherboard" auf der Hacking-Konferenz "Def Con". Dabei skizzierte er, wie er im Laufe der Jahre über 100 Sicherheits-Lecks genutzt habe, um eine Menge Geld zu machen.

So habe er Häuser, Objekte und auch Ingame-Währung schon lange an andere Spieler verkauft, bevor Entwickler und Publisher selbst auf diese Idee gekommen waren. Angefangen habe sein Raubzug einst mit "Ultima Online", wo er durch einen Hack mehr Häuser bauen konnte als eigentlich erlaubt, um diese dann bei eBay für rund 2.000 Dollar das Stück zu verkaufen. Später etwa in "WildStar" habe er sich mit einem simplen Trick in nur wenigen Sekunden virtuelle Reichtümer auf sein Charakter-Konto geschaufelt, für die es in der Realität beim Kauf verdammt viele Nullen hinter einer Zahl gebraucht hätte. Weitere von ihm auseinandergenommene Spiele waren zum Beispiel "Final Fantasy XI", "Dark Age of Camelot" und "Star Wars New Republic".

"Manfred" zufolge sind die besten Hacks unsichtbar, "weil man die Regeln ändert, ohne dass jemand merkt, was überhaupt los ist". Inzwischen hat der Gamer seine Karriere als Online-Lebenskünstler an den Nagel gehängt, stattdessen stellt er seine Talente in den Dienst einer Sicherheitsfirma, für die er als Analyst und Berater tätig ist. Grund für das jähe Ende der MMO-Masche: Gewissensbisse.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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