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Fußball Alario sichert Leverkusen 1:0-Sieg über Augsburg

Seit dem 12. Mai hatte der argentinische Angreifer für die Werkself nicht mehr getroffen. Trotz des Treffers blickt er traurig in Richtung Heimat.


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Wie ein Matchwinner sah Lucas Alario nicht aus. Der argentinische Stürmer sprach leise. Fast schon widerwillig gab er Auskunft über sich und die Lage seines Vereins Bayer Leverkusen.

Dabei hatte der Argentinier Bayer am Samstag durch sein Joker-Tor (75. Minute) zum 1:0 (0:0) gegen den FC Augsburg geschossen und damit seine über ein halbes Jahr dauernde Tor-Flaute in der Bundesliga beendet.

Doch als die Sprache auf die Ausschreitungen vor dem Finalrückspiel der Copa Libertadores zwischen seinem Ex-Verein River Plate und Boca Juniors kam, war klar, was Alario so bedrückte. "Es ist traurig, dass das alles passiert ist", sagte der 26-Jährige: "Die Copa ist das wichtigste Turnier in Amerika. Die ganze Welt schaut hin. Und deshalb ist das alles schlecht für Argentinien."

Am 24. November war es zu so heftigen Fan-Krawallen gekommen, dass die Partie kurzfristig verschoben, schließlich abgesagt und nach Madrid verlegt wurde. Der Mannschaftsbus der Boca Juniors war kurz vor der Ankunft von Fans mit Steinen beworfen worden. Mehrere Spieler wurden verletzt und hätten nicht antreten können.

Das Spiel zwischen Augsburg und Leverkusen hatte wenige Highlights zu bieten. Leverkusen gab den Ton an, da sich die Gäste offensiv sehr zurücknahmen. So war es nur logisch, dass ein Freistoß aus rund 20 Metern für die größte Torgefahr im ersten Durchgang sorgte. Aranguiz hatte Maß genommen und nur um Zentimeter verfehlt.

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild, Augsburg investierte wenig und zog sich weit zurück. Leverkusen fehlten die letzte Idee, um sich gefährliche Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Heiko Herrlich erkannte das und brachte mit Alario genau den richtigen Mann ins Spiel. Der bisher so glücklose Argentinier konnte in dieser Saison noch nicht überzeugen. Doch nur zwei Minuten später sollte das keine Rolle mehr spielen. Er traf nach Balleroberung Bender zum verdienten 1:0-Siegtreffer.

Der neue Sportdirektor Simon Rolfes hofft nach dem Treffer nun auf den Durchbruch Alarios, der zumindest eine ordentliche Debüt-Saison in Deutschland gespielt hatte und dann in ein tiefes Loch fiel. "Man hat danach gemerkt, dass er richtig griffig war und auch viel Defensivarbeit geleistet hat", sagte der Ex-Nationalspieler nach dem zweiten Spiel in seiner neuen Funktion. Gegen so tief stehende Gegner wie Augsburg könne Alario in Zukunft "sehr wichtig" werden: "Denn er hat einfach ein Näschen."

Nach sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen befinden sich die Leverkusener inzwischen zumindest in Schlagdistanz zu den Europacup-Rängen. Die zu erreichen, sei weiterhin das Ziel, sagte Alario: "Aber so eine Leistung reicht wahrscheinlich nicht."


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